Geschichtliches zu Tabak und Pfeife - Pfeife rauchen - Wie rauche ich eine Tabakpfeife

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Geschichtliches zu Tabak und Pfeife

 



Geschichtliches zu Tabak und Pfeife


 
 

Die ersten Funde die auf ein Tabakrauchen hinweisen könnten, gibt es aus den Jahren 600 - 500 v. Chr. bei den Mayas. Auf Darstellungen sah man Priester der Mayas, die das heilige Feuer anzündeten und dann den Tabakrauch inhalierten. Definitiv wissen wir es von den Indianern, die Tabak in ihren Friedenspfeifen rauchten oder zu medizinischen Zwecken einsetzten.

Europa
kam in den Tabakgenuss als im Jahre 1492 Christoph Kolumbus Amerika entdeckte und auf der heutigen Karibikinsel Kuba Eingeborene sah, die den Rauch brennender Kräuter, durch ein Schilfrohr einatmeten. Das Schilfrohr nannten sie Tobago. Logisch dass sich Kolumbus die Taschen vollstopfte und mit nach Europa nahm.

Aus dem Jahre
1497 liegen erste Berichte über die Tabakpflanze in Europa, vor. Später gelangte auch Tabak nach Europa, wo vorher womöglich bereits andere Pflanzen geraucht wurden (beispielsweise Lavendel). Europäer hatten den Tabakrauch zunächst durch die Nase inhaliert.

Spanier und Portugiesen und weitere Länder die in die Neue Welt reisten, kamen auch bald hinter das Geheimnis. Im Jahre 1519 hat der Entdecker Cortez
in Mexiko Eingeborene beobachtet, wie sie ein parfümiertes Kraut rauchten. Das Kraut war nichts anderes als eine wohlriechende Tabakpflanze.

Aber auch auf anderen Inseln entdeckte man Einheimische die sich diesem seltsamen Gehabe hingaben.


Jean Nicot (* 1530 in Nîmes; † Mai 1604 in Paris - s. Bild), ein französischer Diplomat und Gesandter am portugiesischen Hof hat durch die Einführung von Tabak als Heilpflanze in Frankreich historische Bedeutung.

Er stellte einen Mix aus mehreren Tabakblättern her, den er zum Heilen diverser Krankheiten einsetzte. 1561 schickte er Tabaksamen an den französischen Hof, was zur frühen Verbreitung des Tabaks in Frankreich führte.

Der französische Botaniker Jacques Daléchamps
gab der Pflanze deshalb im Jahr 1586 den endgültigen Namen "herba nicotiana".



1828 isolierten die Heidelberger Chemiker Karl Ludwig Reimann und Christian Wilhelm Posselt erstmals das in der Tabakpflanze wirksame Alkaloid und gaben ihm, Jean Nicot zu Ehren, den Namen Nicotin.

Somit war die Pfeifenindustrie geboren und da die Engländer kultivierter waren (Betonung auf waren), als die Eingeborenen entwickelten sie rasch besseres Material zum Rauchen des Tabaks.


Die Tonpfeifen.  


Adel sowie einfache Leute widmeten sich diesem Dunstkreis, der alsbald die gesamte restliche Welt überzeugte.

Damals gab es jedoch auch schon strikte Antiraucher, so verbot Österreich
und die Schweiz den Tabakgenuss, der Nachfahre von Queen Elisabeth, James I. verteufelte den Tabakgenuss außerhalb der medizinischen Verwendung und Persien verhing sogar eine Todesstrafe auf das Pfeife rauchen.

Zar Michail Romanow
versuchte den Tabakkonsum im 16./17. Jahrhundert mit Strafen wie Verbannung, Exkommunikation und Hinrichtung zu bekämpfen.

All d
iese Verbote führten dazu, dass wirklich jeder auf Tabak neugierig wurde. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass es die Nichtraucher waren, die das Gros der Raucher erschufen.

Im 17. Jahrhundert gab es in London
dann fast genauso viele Tabakläden als Kneipen. Und neue Steuergesetze, die erstmals 1625 eingeführt wurden und die die Raucher schröpften, erfreuten letztendlich auch die Obrigkeiten.

Als dann noch während der Pest beobachtet wurde, dass Tabakhändler und deren Kunden weniger erkrankten, wurden natürlich die letzten Tore aufgestoßen.

1724 wurde sogar den Pfeife rauchenden Sündern die Absolution von Papst Benedikt dem 13.
erteilt.

Wenig später wurden in London die ersten Raucher Clubs eröffnet, die Smoking Clubs, für die sogar eigene Kleiderstücke hergestellt wurden: die Smokings.

Ab dem frühen 19. Jahrhundert war das Rauchen dann sozial weitgehend akzeptiert und als Mittel zum Ausdruck von gesellschaftlichem Rang, Gelassenheit und Überlegenheit positiv besetzt.

Bis ins Jahr 1850 hielten sich die Tonpfeifen, weil sie trotz mehrerer Versuche mit Metall, Muscheln, Glas, etcetera einfach die idealere Art war Tabak zu rauchen.

Dann jedoch arbeitete man in der französischen Pfeifenmacher Stadt Saint Claude
mit Bruyereholz aus der Wurzel der Baumheide, dass sich bis heute für den Pfeifenbau als ideales Holz herausstellte.




 
 
 
 
 

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